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FSV Rot-Weiß Wolfhagen - Ehrenrat - Sonderseite

FSV-Oldies in Feierlaune

Kleines Jubiläum: Treffen der früheren Wolfhager Fußballer fand zum 30. Mal statt

2017
HNA 10.01.2017
Fußballnostalgie: Beim Ü60-Treffen des FSV Wolfhagen erzählte man sich wieder eine Menge Anekdoten aus der guten alten Kickerzeit.
Von Reinhard Michl

In Erinnerungen schwelgten gut 30 Veteranen des Fußballsportvereins (FSV) Rot-Weiß Wolfhagen bei ihren Treffen im Vereinsheim Liemeckestadion.

Zum inzwischen 30. Mal fand das Treffen der FSV-Mitglieder statt, die das 60. Lebensjahr vollendet haben oder im laufenden Jahr ihren 60. Geburtstag feiern werden. Es geht zurück auf die Feier zum 60-jährigen Bestehen des Vereins im Jahr 1985. Damals gab es auch ein Treffen der über 60-jährigen Vereinsmitglieder. Und das kam so gut an, dass man es zwei Jahre später zum festen Termin im Kalender des FSV machte. Immer am ersten Freitag im Jahr treffen sich nun die in die Jahre gekommenen Fußballer des FSV.

Einweihung der Tribüne

Karl-Heinz Deiß, Ehrenvorsitzender des FSV, erinnerte beim jüngsten Treffen an ein besonderes Ereignisse aus der FSV-Geschichte: Vor 40 Jahren wurde das Liemecke-Tribünengebäude eingeweiht. Der Bau war damals nur möglich, weil sich die FSV-Mitglieder bereiterklärt hatten, ehrenamtliche Eigenleistungen in Höhe von 100 000 Mark zu erbringen.

Beim diesjährigen Oldie-Treffen war auch wieder Herbert Biermann mit von der Partie. Der heute 66-jährige begann seine fußballerische Laufbahn beim FSV als Torwart in der CJugend. An sein erstes Spiel kann er sich noch gut erinnern. Beim Match in Zierenberg gegen Dörnberg traf ihn ein gegnerischer Schuh am Kopf, Biermann verlor für Minuten das Bewusstsein. Trotz dieses Handicaps spielte er nach einer kurzer Behandlung aber weiter. Insgesamt trug er bis zu seinem 40. Lebensjahr als Senioren- und Altherrenspieler das FSV-Trikot.


Werner Schwedes hält seit 53 Jahren dem FSV Wolfhagen die Treue

Unparteiisch in 1200 Spielen

2016
HNA 13.01.2016
Ein Stück Fußballgeschichte: Beim Ü60-Treffen des FSV Wolfhagen wurden viele Geschichten, Episoden und Anekdoten aus vergangenen Zeiten erzählt. Zweiter von rechts:Werner Schwedes.
1963 wurde Werner Schwedes, da war er 13 Jahre alt, Mitglied im Fußballsportverein (FSV) Wolfhagen und hält seitdem seinen Rot-Weißen die Treue.

Nach dem Beginn seiner Kickerlaufbahn in der C-Jugend spielte der jetzt 65-jährige zwar anschließend auch bei den Wolfhager B- und A-Junioren, wechselte jedoch danach nicht wie seine Mannschaftskameraden in den Seniorenkader, sondern entschied sich, einen anderen Weg einzuschlagen. Er wurde Schiedsrichter.

Nach seiner Premiere als 23. Mann auf dem Platz im Oktober 1968 in der B-Jugendpartie zwischen Ippinghausen und Volkmarsen pfiff er bis zum Ende seiner aktiven Schiedsrichterei insgesamt über 1200 Begegnungen. Ein einziges Mal konnte er nach dem Abpfiff den Sportplatz nicht wie gewohnt verlassen. „Da leitete ich im Nachbarkreis Waldeck eine für die Meisterschaft entscheidende Partie und verhängte kurz vor Schluss gegen den Platzverein einen Strafstoß, der das Spiel zu Gunsten der Gäste entschied.“ Die aufgebrachten Gastgeber wollten ihm ans Leder, so musste er durch das Kabinenfenster flüchten.

Die FSV-Farben vertrat Werner Schwedes aber nicht nur hessenweit als Linienrichter in der höchsten Spielklasse, der Oberliga, sondern auch als Funktionär. 20 Jahre lang war er Kreislehrwart und acht Jahre Lehrwart im Fußballbezirk Kassel. Im FSV gehört er seit sechs Jahren nicht nur dem Ehrenrat an, sondern ist im Verein „ein Mann für alle Fälle.“

Dies bewies Werner Schwedes auch beim FSV-Ü60-Treffen, wo er sich als Grillmeister profilierte. Zum diesjährigen Stelldichein der Vereinsoldies waren über 30 Altvordere gekommen, um im Vereinsheim Liemeckestadion über vergangene Zeiten zu plaudern (zih)


Hilmar Bergmann hält seit 62 Jahren dem FSV Rot-Weiß Wolfhagen die Treue
Keine fünf Mark für Schuhe
2015
HNA 13.01.2015
Geschichten aus längst vergangenen Tagen stehen im Mittelpunkt, wenn sich einmal im Jahr beim Fußballsportverein (FSV) Rot-Weiß Wolfhagen, der in 2015 auf sein 90-jähriges Bestehen zurückblicken kann, die Senioren treffen.

Bei der Zusammenkunft der Mitglieder, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, beziehungsweise 2015 so alt werden, ließen dieses Mal 30 „FSV-Oldies“ im Vereinsheim Liemeckestadion ihre gute, alte Fußballzeit wieder aufleben.

Einer von ihnen war Hilmar Bergmann, der seit 62 Jahren dem FSV die Treue hält. Bevor er jedoch 1953 als Zehnjähriger im rot-weißen Trikot Fußball spielen konnte, musste er zu Hause einige Hindernisse aus dem Weg räumen. Denn sein Vater war dagegen.

Daran änderte sich zuerst auch nichts, dass Nachbar Gerhard Sknoskowski, damals FSV-Jugendtrainer und -leiter, im 14 Tage-Rhythmus bei Hilmars Vater vorstellig wurde, den Jungen doch spielen zu lassen. „Der Umschwung bei meinem Vater kam, als er sah, dass ich fast täglich bei unserem Nachbarn Sepp Träger, einen der besten Spieler, den der Verein je hervorgebracht hat, beim Spielen mit seinen Jungens im Garten mitmachen durfte“, erinnert sich Bergmann. Hilmar durfte in den Verein, und kam in die C-Schülermannschaft.

Zum Spielen brauchte er natürlich Fußballschuhe. Neue konnte er sich nicht leisten, doch wurde er bei seinem Freund Horst Heiek fündig. Dem passten nämlich seine Stollenschuhe nicht mehr, für fünf Mark wollte er sie Hilmar überlassen.

Aber in dessen Sparschwein befanden sich nur 4 Mark und 60 Pfennig. Also begann zwischen beiden ein tagelanges Handeln und Feilschen mit dem Ergebnis, dass Heiek auf die fehlenden 40 Pfennig verzichtete und Hilmar endlich richtige Fußballschuhe anziehen konnte. Mit diesen Schuhen bestritt er wenige Tage später sein erstes Spiel in Naumburg auf dem alten Sportplatz im Wald an der Netzer Straße. Bergmann: „Wir haben mit 1:4 verloren, darüber habe ich nach dem Schlusspfiff bittere Tränen geweint.“ Hilmar Bergmann spielte nach der B- und A-Jugend nicht nur bis Ende der 70er Jahre in allen drei Seniorenmannschaften und bis kurz vor seinem 50. Lebensjahr bei den Alten Herren, sondern engagierte sich auch über die Kreisgrenzen hinaus als Schiedsrichter, zudem viele Jahre lang als Schriftführer und Hauptkassierer im FSV-Vorstand.

Lediglich eine Rote Karte

Während seiner über 40- jährigen aktiven Zeit musste er ein einziges Mal vorzeitig nach einer roten Karte vom Spielfeld. Bergmann: „Meine Reklamation nach einer Schwalbe meines Gegenspielers während eines Spiels in Kassel hat der Unparteiische zu Unrecht als Schiedsrichterbeleidigung gesehen.“ (zih)


Frische Farbe für die Tribüne
2014
FSV-Mitglieder arbeiteten im Liemeckestadion:
Stadt Wolfhagen spart dadurch 4000 Euro
Das 1976 eingeweihte Tribünengebäude im Wolfhager Liemeckestadion erstrahlt in neuem Glanz. Dafür opferten Reinhold Götte, Bernd Weide, Kurt Lüdecke, Werner Schwedes, Hans- Friedrich Günther und Emil Beck zwei Wochen ihrer Freizeit. Sie alle sind Mitglieder des Fußballsportvereins (FSV) Rot-Weiß Wolfhagen, der in dieser Saison mit seiner ersten Seniorenmannschaft in die Gruppenliga spielt.

Über 300 Arbeitsstunden haben die sechs Männer ehrenamtlich investiert. Sie verpassten dem Gebäude einen neuen Anstrich. Aufwändigste Arbeit war dabei das Ab- und Anschrauben der Holzsitze der überdachten Tribüne. Die Farben im Wert von 1000 Euro stellte die Stadt Wolfhagen dem Verein zur Verfügung, ein Teil wurde aber auch aus der FSV-Kasse finanziert.

Das Liemeckestadion einschließlich Tribünengebäude ist städtisches Eigentum, damit würde die Stadt in der Pflicht der Substanzerhaltung stehen. Legt man die Vorgaben des Landessportbundes Hessen und des Hessischen Fußball-Verbandes für ehrenamtliches Engagement für Sportstättenbau und Erhaltung durch Sanierung als Messlatte an, dann kann man durch den Einsatz der sechs FSV-Mitglieder einen tatsächlichen Arbeitslohn von 4000 Euro ansetzen.

Notwendige Arbeiten

Werner Schwedes vom FSVEhrenrat: „Wären die dringend notwendigen Malerarbeiten von Mitarbeitern des städtischen Bauhofes oder in Vergabe von einer Fachfirma ausgeführt worden, hätte das die Stadt unterm Strich gut 6000 Euro gekostet.“ (zih)

Die Ärmel hochgekrempelt: (von links) Bernd Weide, Hans-Friedrich Günther, Emil Beck, Werner Schwedes und Kurt Lüdecke gaben dem Tribünengebäude im Liemeckestadion in Wolfhagen einen neuen Außenanstrich. Auf dem Foto fehlt Reinhold Götte. (Foto: zih)

Karl-Heinz Weitzendorf ist beim Fußballclub FSV Wolfhagen eine wichtige Stütze
Liebe hält seit Jahrzehnten
2014
HNA 14.01.2014
Die Tradition wurde fortgesetzt: Auch in diesem Jahr fanden sich die „Oldies“ des FSV Rot-Weiß Wolfhagen zum Jahrsbeginn im Vereinsheim Liemeckestadion zusammen, um über vergangene Zeiten zu plaudern und über aktuelle Geschehnisse zu philosophieren. Insgesamt nahmen 30 Senioren teil.

Ein Leben für das Ehrenamt

Aus der Masse der über 60- jährigen Vereinsmitglieder wurde an diesem Abend eine Person herausgehoben: Karl- Heinz Weitzendorf, der von Freunden liebevoll „Charly“ gerufen wird. Weitzendorf ist seit über fünf Jahrzehnten Mitglied beim hiesigen Verein und kümmerte sich in dieser Zeit ehrenamtlich um die Geschicke des Clubs. Er avancierte als aktiver Spieler und Ehrenamtlicher Helfer zu einer tragenden Säule des FSV Wolfhagen.

Er übernahm vom ersten Tag an Verantwortung und bekleidete im Laufe der Jahre zahlreiche Vorstandsämter. Unter anderem zählten die Posten als Mannschaftsbetreuer, Hauptkassierer, Schriftführer und Kassenwart der Alten Herren zu seinen langjährigen Tätigkeitsfeldern. Zudem fungierte er als Protokollführer und hat bis heute eine gewichtige Stimme und seinen festen Sitz im Ältestenrat.

Der 70-Jährige, der im Großraum Magdeburg geboren wurde, nutzte mit seiner Familie im August 1956 einen Besuch in Westdeutschland, um bei seinem Onkel Paul in Wolfhagen unterzukommen und der DDR den Rücken zu kehren.

Obwohl von Haus aus Handballer, schloss sich der leidenschaftliche Sportler in der Folge am 1. April 1958 den Fußballern des FSV Rot-Weiß an. Weitzendorf durchlief alle Teams des Fußballclubs, von der B-Jugend bis zu den Alten Herren. Insgesamt streifte er sich 32 Jahre lang das Wolfhager- Trikot über und war zuerst als Defensivspieler aktiv, ehe er seine Karriere als Torhüter ausklingen ließ. Eine Besonderheit war, dass er in dieser Zeitspanne von über drei Jahrzehnten kein einziges Mal des Feldes verwiesen wurde.


Hans-Friedrich „Fitti“ Günther engagiert sich seit 59 Jahren für den FSV Rot-Weiß Wolfhagen

Polizei stoppte Fahrt zum Punktspiel

2013
HNA 07.01.2013
Kickernostalgie: Beim Ü60-Treffen des FSV Wolfhagen wurde die alte Fußballzeit wieder lebendig.
Das Ü60-Treffen des Fußballsportverein (FSV) Rot-Weiß Wolfhagen hat Tradition. Da kommen immer am ersten Freitag im Januar die Männer zusammen, die in den Wiederaufbaujahren nach dem Zweiten Weltkrieg ein wesentliches Stück 87-jährigen Vereinsgeschichte mitgeschrieben haben.

Diesmal waren 25 von ihnen ins Vereinsheim Liemeckestadion gekommen, die mit ihren Anekdoten die gute, alte Kickerzeit wieder zum Leben erweckten.

Unter ihnen war auch Hans-Friedrich Günther, der von allen nur „Fitti“ genannt wird. Im Alter von elf Jahren kam er 1954 zu den Rot-Weißen. Im Verein gab es damals als unterste Jugendmannschaft nur eine C-Schülerelf, in der man offiziell erst ab dem zwölften Lebensjahr spielen konnte. Kontakte zum FSV knüpfte Hans-Friedrich Günther aber schon viel früher. Sein Vater, ein Fahrlehrer, kutschierte die Wolfhager Seniorenkicker in seinem alten Holzvergaserbus zu Auswärtsspielen. Hans-Friedrich: „Da durfte ich öfters mitfahren.“

Einer dieser Transporte bleibt für „Fitti“ unvergessen. „Wir, das waren 14 Jungens, sollten von Kurt Kleinhardt in dessen Getränkelieferwagen alle auf einmal zu einem Spiel in Volkmarsen gefahren werden. Bei der Abfahrt am Vereinslokal tauchte zufällig die Polizei auf. Sie untersagte den Gesamttransport, genehmigte nur das Mitfahren von neun Spielern. Der Rest, ich gehörte auch dazu, musste laufen. Im Trikot und in Stollenschuhen.“

Fahrzeug hatte Panne

Das Auto gab in Volkmarsen jedoch seinen Geist auf, musste stundenlang repariert werden. Mit dem Ergebnis, dass es kein Spielergebnis gab. Die Partie fiel aus. Bei der Heimfahrt – inzwischen war es bereits dunkel – blieb das Auto am Sauerbrunnen erneut liegen. Hans-Friedrich Günther: „Alle Spieler mussten zurück nach Wolfhagen laufen. Besorgte Eltern waren bei der Polizei vorstellig geworden, die sich auf die Suche machte, uns aufgriffen und in kleinen Gruppen im Polizeiauto nach Hause fuhren.“

Richtige Stollenschuhe konnte sich damals keiner leisten. „Gespielt haben wir in hohen Straßenschuhen. Ich ließ mir vom Schuster jedesmal vor einem Spiel Lederstollen unter die Sohlen nageln.“

1963 wechselte Hans-Friedrich die Seiten; er stand nun für den FSV als Schiedsrichter auf dem Rasen. 30 Jahre lang pfiff er Begegnungen, als Linienrichter war er sogar in der Oberliga aktiv. Und „Fitti“ schaute über den Vereinstellerrand hinaus. Zuerst als stellvertretender, danach als Kreisschiedsrichterobmann des Fußballkreises Wolfhagen. Er wurde Geschäftsführer des von ihm mitgegründeten Schiedsrichter-Freundeskreis Wolfhagen, zudem sich später noch Hofgeismar gesellte.

Derzeit ist er FSV-Ehrenratssprecher, Ehrenamtsbeauftragter und Schiedsrichterbetreuer. Er führt die EDV-Mitgliederkartei seines Stammvereins. Für sein Engagement nahm Hans-Friedrich Günther zahlreiche Ehrungen in Empfang. (zih)


Fußball-Erinnerungen: Siegfried Weitzendorf ist seit 55 Jahren beim FSV

Stollenschuhe von der Oma

2012
HNA 09.01.2012
Die gute, alte Fußballzeit wurde in Geschichten, Episoden und Anekdoten wieder zum Leben erweckt. Beim traditionellen Ü60-Treffen des Fußballsportvereins (FSV) Rot-Weiß Wolfhagen im Vereinsheim Liemeckestadion. Rund 30 Senioren waren gekommen, die in den Wiederaufbaujahren nach dem Zweiten Weltkrieg ein wesentliches Stück Vereins- und Sportgeschichte mitgeschrieben und geprägt haben.

Unter ihnen der heute 71-jährige Siegfried Weitzendorf, allgemein nur Beppo genannt. Zusammen mit seiner Familie war er im August 1956 als 15-Jähriger aus der Nähe von Magdeburg in der früheren DDR in seine neue Heimat Wolfhagen gekommen. Er lernte hier den Beruf Bauschlosser und wurde Mitglied im FSV. Für den er ab dem 10. August 1957 mit Pass-Nummer 60623 des Hessischen Fußball-Verbandes in der A-Jugend spielberechtigt war. Mit negativem Einstand auf der Position des Außenläufers. Denn in seinem ersten Pflichtspiel gegen den ewigen Dauerrivalen Volkmarsen gab es eine 1:9-Packung. Vielleicht lag es, so erinnert er sich heute schmunzelnd, mit an der Ausstattung. Seine ersten Fußballschuhe bekam er von einem älteren Vereinsmitglied geschenkt, „das waren noch richtige Treter mit aufgenagelten Lederstollen, die nach jeder Begegnung erneuert werden mussten.“ Zwei Jahre später jedoch konnte Beppo, inzwischen auf der Liberoposition, mit seinen Mannschaftskameraden den Gewinn der Kreismeisterschaft feiern. Diesmal in neuen Schuhen mit Schraubstollen, die er von seiner Oma geschenkt bekam.

45 Mark für Schuhe

„45 Mark haben die damals gekostet, das entsprach etwa der Hälfte eines durchschnittlichen Handwerker-Monatslohns.“ Apropos Geld: „Da waren wir alle immer sehr knapp. Zu Auswärtsspielen nach Volkmarsen, Oberelsungen oder Zierenberg fuhren wir mit einer Gruppenkarte mit der Eisenbahn. Ansonsten war das Fahrrad Transportmittel, manchmal auch der Bus. Nach dem Spiel, egal ob gewonnen oder verloren, legten wir alle zusammen und genehmigten uns einen mit Bier gefüllten Stiefel.“

Mit 18 wechselte er in das erste FSV-Seniorenteam, durfte noch eine Halbserie mit dem legendären Sepp Träger spielen. Zwischenzeitlich hängte er aus beruflichen Gründen die Schuhe an den Nagel, weil er er eine Ausbildung zum Techniker in der Abendschule aufnahm und ein Jahr lang eine Arbeitsstelle in Mainz hatte. Zurück in Wolfhagen trug Siegfried Weitzendorf bis 1988 bei den Senioren und Alten Herren bis zu seinem 47. Lebensjahr wieder das FSV-Trikot. Er engagierte sich zudem auch als Funktionär in den Ehrenämtern Spartenleiter, Jugendbetreuer, Trainer der Damenmannschaft sowie zehn Jahre als stellvertretender Vereinsvorsitzender.

12 Jahre Kreisjugendwart

Darüber hinaus war er von 1970 bis 1982 Kreisjugendwart sowie zweiter Vorsitzender im Sportkreis Wolfhagen. Heute ist er Mitglied im FSV-Ehren- und Ältestenrat. (zih)


2011
HNA 10.01.2011

11.09.2011:
Empfang des FSV Wolfhagen anläßlich des 80. Geburtstags des Ehrenvorsitzenden Karl-Heinz Deiß
Am 05. September feierte der Ehrenvorsitzende des FSV Rot-Weiß Wolfhagen seinen Geburtstag im Kreise seiner Familie, einen Tag später mit Freunden und Bekannten.
Dennoch wollte es sich sein FSV nicht nehmen lassen seine großen Verdienste für den Verein in einer gesonderten Feierstunde nochmals herauszustellen und besonders zu würdigen.
Neben dem aktuellen Vereinsvorstand waren auf Wunsch des Jubilars Gäste aus Sport und Politik geladen. Neben dem amtierenden Bürgermeister Reinhard Schaake, waren auch die ehemalige Stadtoberhäupter Oswald Schröder und Giselher Dietrich anwesend.
Der Sportkreis Kassel und der Fußballkreis Hofgeismar / Wolfhagen wurde durch Willi Röhn vertreten.
In seiner Ansprache hob der FSV-Vorsitzende Dietrich Hedrich nochmals die besonderen Verdienste von Karl-Heinz Deiß während seiner 14-jährigen Amtszeit hervor. Unter anderem hob er dabei den Stadionbau, bei dem der Ehrenvorsitzende als treibende Kraft galt und den mittlerweile zur Tradition gewordenen Adventsball, der in diesem Jahr zum 37. Mal stattfindet, hervor. Gewürdigt wurde auch das große soziale Engagement von Karl-Heinz Deiß für ältere Vereinsmitglieder.
Den Dank für seine Leistungen für den FSV wurde durch eine Ehrentafel, vom Sprecher des Ehrenrates Hans-Friedrich (Fitti) Günther persönlich im Stadion installiert, zum Ausdruck gebracht.
Ein sichtlich gerührter Karl-Heinz Deiß bedankte sich für diese unerwartete Würdigung und schilderte in seiner Rede nochmals spannende, weil selbst mitgestaltete, Vereinsgeschichte.
Willi Röhn zollte dem Jubilar große Anerkennung für seine Verdienste im Verein, vergaß aber nicht auch sein Engagement außerhalb des FSV herauszustellen.
Nach dem offiziellen Teil fanden noch viele interessante Gespräche im kleineren Kreis statt. Als krönenden Abschluss überbrachten die Senioren des FSV ihr Geburtstagsgeschenk in Form eines 2:0 Sieges über den TSV Altenlotheim.

2010
Gold für einen Rot-Weißen (HNA 11.01.2010)
Wilfried Peter wurde 1949 FSV-Mitglied und ist es bis zum heutigen Tag

Mit der Vereinsehrennadel in Gold mit der Zahl 60 wurde Wilfried Peter beim traditionellen Treffen der Ü 60-Senioren des Fußballsportvereins (FSV) Rot-Weiß Wolfhagen am Freitagabend im Vereinsheim Liemeckestadion vom Vorsitzenden Dietrich Hedrich ausgezeichnet.

Dass der am 2. Januar 1938 in Wolfhagen geborene Geehrte ein Rot-Weißer wurde, ist dem damaligen FSV-Hauptkassierer Karl Fricke zu verdanken. Dieser war 1949 Gast bei der Geburtstagsfeier von Wilfrieds Mutter und überzeugte sie, dass der Junge unbedingt Fußball spielen müsste. Natürlich hatte Fricke ein Aufnahmeformular dabei, der Beitritt wurde auch sofort perfekt gemacht.

Bereits am ersten Septemberwochenende des gleichen Jahres gab der damals Elfjährige sein Debüt in der Schülermannschaft als linker Läufer. Aufgrund seiner Körpergröße wurde er schon vor seinem 18. Lebensjahr in den Seniorenkader hochgemeldet. Hier ging er 1955 zum ersten Mal auf Tore- und Punktejagd, wurde auch zwei Mal zu Sichtungslehrgängen in die Sportschule Grünberg eingeladen.

Nach einer schweren Meniskusverletzung musste er aber schon 1963 die Stollenschuhe an den Nagel hängen. Operieren ließ Wilfried Peter, der im örtlichen Speditionsgeschäft seines Onkels angestellt war, 1976 den Betrieb als Selbständiger übernahm, diesen Schaden jedoch erst 1998.

Natürlich könnten die Geschichten, die er als Fußballer erlebte, ein ganzes Buch füllen. Einmal hatte Wilfried in der Schülermannschaft ein Spiel in Elben zu bestreiten. Man zog sich im Vereinslokal Kurz um, fuhr schon in Kickerkluft mit dem Bus dorthin. Nach der Partie konnten sie aber wegen eines Defektes am Fahrzeug nicht wieder abgeholt werden, sodass man den Heimweg von Elben bis Wolfhagen zu Fuß in Stollenschuhen zurücklegen musste.

Zum Schmunzeln auch eine weitere Episode: Einmal kam vor einer Punktspielbegegnung seine Oma und sagte, dass er heute schneller spielen müsse, um so die 90 Minuten zu verkürzen. Denn der Onkel habe auf der Wiese das Heu aufgeworfen, und das sollte mit seiner Hilfe noch eingefahren werden.

Ähnliche Anekdoten machten beim Treffen der rund 30 FSV-Veteranen immer wieder die Runde.


2009
2009-01-16 HESSISCH-NIEDERSAECHSISCHE ALLGEMEINE Wolfhager Allgemeine
In geborgten Schuhen

Ein Stück lebendige Wolfhager Fußballgeschichte beim FSV-Seniorentreffen

Ein Chronist hätte wieder einmal seine Freude gehabt beim traditionellen Treffen der Ü 60-Senioren des Fußballsportvereins (FSV) Rot-Weiß Wolfhagen im Klubhaus Liemeckestadion. Über 25 der „alten Kämpen“ waren gekommen, die vor allem die Kickerzeit beim Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg durch ihr Engagement geprägt hatten.

Heute wie damals bilden sie das Fundament des über 400 Mitglieder starken Vereins. Zuerst als Spieler auf dem Platz, später in ehrenamtlichen Funktionen in der Vereinsführung.

Einer davon ist Kurt Franke, ein „Echter ut Wulfhagen“. Heute wohnt er mit seiner Ehefrau Irmgard an der Schönen Aussicht nur einen Steinwurf entfernt vom Liemeckestadion. Am 3. August 1941 erblickte er das Licht der Welt, nur elf Jahre später wurde er Mitglied im FSV. Dort spielte er in der damaligen Schülermannschaft auf der Verteidigerposition. Die Abwehr blieb auch durchgängig von der Jugend über die Senioren bis zu den Alten Herren immer sein sportliches Zuhause.

Eigene Stollenschuhe konnte Kurt Franke sich zuerst nicht leisten. Er trainierte in Straßenschuhen und ging vor jedem Spiel reihum durch die Verwandschaft und den Freundeskreis, um sich die notwendigen „Treter“ auszuleihen. Vor allem bei Nachbar Helmut „Adenauer“ Götte wurde er dabei fündig. Einziges Problem: Dessen Schuhe waren Kurt zwei Nummern zu klein und Kurt Franke hatte nach den Spielen mehrfach den Verlust der Zehnägel der geschwollenen und sich tiefblau verfärbenden „großen Onkel“ zu beklagen.

Seine ersten eigenen Stollenschuhe, da kickte er in der B-Jugendmannschaft, konnte er sich mit seinem ersten verdienten Geld als Maurerlehrling kaufen. 30 Mark kosteten die und mit seinem Stundelohn von 31 Pfennig musst er fast drei Wochen dafür arbeiten.

Im Brauereibus zum Spiel

Zu Auswärtsspielen ging es mit dem Fahrrad, der Eisenbahn per Sammelkarte und manchmal mit dem von Ludwig Ise gesteuerten Brauereibus. Ging es jedoch Richtung Zierenberg oder Breuna, musste ein Stück gelaufen werden. Denn vollbesetzt schaffte der Bus die Steigungen nach Nothfelden oder von Niederelsungen nach Breuna nicht.

Mit 18 Jahren wechselte Kurt Franke zu den Senioren, spielte aber bis zum Übertritt in die Alten Herren immer nur in der zweiten FSV-Mannschaft. Ende der 70er-Jahre übernahm der bis Mitte der 90er-Jahre dort spielende Kurt Franke die Altherren-Spartenleitung und stand dieser bis vor drei Jahren vor. Aber auch heute noch organisiert er das Altherrengeschehen.

Einen Platzverweis hat es für Kurt Franke in seiner 53-jährigen aktiven Zeit als Spieler im rotweißen Trikot nie gegeben. Sportliche Fairness hatte für das FSV-Urgestein immer oberste Priorität. Und das auch nach dem Schlusspfiff, wenn in geselliger Runde die „dritte Halbzeit“ gefeiert wurde. (zih)

Weißt du noch: Beim Treffen der FSV-Veteranen wurde ein Stück Wolfhager Fußballgeschichte wieder lebendig. Rechts FSV-Vorsitzender Dietrich Hedrich. Foto: zih
Der Reinhard Michl gehört auch dazu

2008
2008-01-06 HESSISCH-NIEDERSAECHSISCHE ALLGEMEINE Wolfhager Allgemeine

2007
2007-01-08 HESSISCH-NIEDERSAECHSISCHE ALLGEMEINE Wolfhager Allgemeine
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