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"Eine exakte Fußballgeschichte Wolfhagens lässt sich aus Mangel an schriftlichen Unterlagen schwerlich schreiben. Das mag eine Entschuldigung dafür sein, wenn die folgende Darstellung nicht lückenlos sein kann.“ So schrieb der damalige 1. Vorsitzende Heinrich Wagner am 4. August 1950 einleitend in der Festschrift zum 25-Jährigen Bestehen unseres FSV Rot-Weiß Wolfhagen.
Er führte unter anderem vor fünfzig Jahren weiter aus: „In dieser Zeit, da der Fußballsport sich anschickt, Dorf um Dorf unseres Kreisgebietes zu erobern, kann unsere Stadt bereits auf eine 25-jährige Fußballgeschichte zurückblicken. Darüber können wir heute im Jubiläumsjahr froh sein, brauchen wir uns doch als Verein und Kreisstadt nicht den Vorwurf machen zu lassen, dass wir fußballsportlich rückständig gewesen wären und uns gegen die Entwicklung dieses Volkssports gestemmt hätten.“
Nein, das hat die Gründergeneration keinesfalls getan. Im Gegenteil, aufgeschlossen und zukunftsorientiert wurde gewirkt, so dass wir uns heute vielfältige Stationen und Entwicklungen vergegenwärtigen können.

Der Fußball rollte in Wolfhagen, allerdings in unorganisierten Gruppen, schon vor 1925.
Ein Wolfhager Junge - Ernst Klapp, später erster Spielführer einer ersten Fußballmannschaft in Wolfhagen - begann 1921 eine Metzgerlehre in Volkmarsen, wurde dort Fußballer und brachte den Kickersport nach Wolfhagen. Diese lose Gruppierung wandelte sich im Jahr 1925 in den Fußballsportverein Wolfhagen e.V.; unter dem 1. Vorsitzenden Fritz Himmelmann, einem herausragenden Sportidealisten damaliger Zeit.


Die Erste Mannschaft des FSV Wolfhagen im Gründerjahr 1925 mit Gästen aus Volkmarsen

Hinten rechts: Ludwig Winter mit 19 Jahren - das einzige noch lebende Gründungsmitglied.
Mittlere Reihe, ganz rechts: Willi Hahn (Spielausschuss) mit den Spielern Richard Heinz, Friedrich Kepper, Heinz Wachenfeld, Hans Peter, Werner Grebe, Fritz Bürgel, August Reitz, Ludwg Böttger, Hans Reise; nicht im Bild: Spielführer Ernst Klapp und der Erste Vorsitzende Fritz Himmelmann.

Der neue Verein schloss sich dem „Westdeutschen Spielverband“ an. Die ersten Meisterschaftsspiele wurden nun ausgetragen, bei denen die Wolfhager Mannschaft im braun-grünen Trikot - den Stadtfarben - antrat.
Zur selben Zeit, also ebenfalls um das Jahr 1925, gründete der schon bestehende Arbeiter-Turn- und Sportverein eine Fußballabteilung. Die Aktiven aus beiden Lagern standen sich ohne Rivalität gegenüber. Beiden Fußballsport treibenden Vereinen war derselbe freudige, uneigennützige Einsatz für den Fußballsport ein wichtiges Anliegen. Unter größten persönlichen Opfern wurden die Sportkleidung und nötigen Utensilien beschafft. Zu den Auswärtsspielen fuhr man bis zu einer Entfernung von rund sechzig Kilometern mit dem Fahrrad - zweifelsohne mit den Bedingungen unserer Zeit unvergleichbar.
Die politischen Veränderungen des Jahres 1933 diktierten schon bald Gleichschaltungen; die bis dahin drei sporttreibenden Vereinigungen hatten sich zusammenzuschließen. Unter dem Namen Turn- und Sportverein Rot-Weiß Wolfhagen wurde der Verein bis 1936 von Fritz Himmelmann geführt, anschließend bis kurz vor Kriegsbeginn 1939 von Friedrich Gille. In dieser Zeit endete - wie überall im Land - jeglicher Sportbetrieb.
Auch in den Reihen der Wolfhager Fußballfreunde hinterließ der unbarmherzige Krieg schmerzliche Lücken. Nicht wiedergekommen sind die Vereinskameraden Fritz Finke, Jakob Gille, Wilhelm Hahn, Martin Lämmer, Fritz Lotz, Willi Pairan, Wilhelm und Kurt Schaumlöffel, Heinrich Schomburg sowie Wilhelm Vogt. Außerdem starben an den Folgen des Krieges Robert Dobl und Ernst Rausch. Ihnen gehört unsere dankbare Erinnerung und ehrendes Gedenken.

In den Notzeiten nach Kriegsende waren es Sportler unterschiedlicher Sparten, die - gerade aus Krieg und Gefangenschaft heimgekehrt - mit Mut und neuem Selbstbewusstsein sich vereinsmäßig sammelten. Unter dem Namen Turn- und Sportverein Rot-Weiß Wolfhagen gründete sich zunächst ein Großverein, entsprechend den Statuten der damaligen Besatzungsmacht, mit Unterabteilungen wie unter anderem für Turnen, Fußball, Handball, Tischtennis, um die zum Kriegsausbruch abgebrochenen sportlichen Aktivitäten fortzusetzen. Doch bald überwogen die Interessen, sich in den verschiedenen Sparten zu verselbstständigen.
Als Fußballsportverein Rot-Weiß Wolfhagen blieb der Fußballsport nicht nur erhalten, sondern er entwickelte sich rasant. Dankbar erinnern wir uns der Männer, die in den ersten Nachkriegsjahren den Fußballsport unter heute unvorstellbaren Erschwernissen aufleben ließen und Verantwortung übernahmen. Im ersten Jahrzehnt nach Kriegsende waren dies vor allem in wichtigen Vereinsfunktionen Georg Hahn, Oskar Kranzmann, Erich Fornefett, Heinrich Wagner, Justus und Heinrich Engelhardt sowie Heinrich Schäfer (Vorsitzender von 1955 - 1961). Ihm folgten bis heute: Herbert Finke, Ludwig Ise, Dieter Knackstedt, Reinhard Michl, Karl-Heinz Deiß, Otto Hippmann und Werner Trümper.

Der Fußballsport im FSV Rot-Weiß Wolfhagen verlief schon in den ersten Nachkriegsjahren recht erfolgreich - begünstigt auch durch Zuwachs aus Flüchtlings- und Evakuiertenkreisen, die sich sehr bald im Fußballspiel zusammenfanden.
In dieser Zeit, Anfang der 50er Jahre, entstand mit großem Einsatz und rund 5.000 freiwilliger und unbezahlter Arbeitsstunden auf der Liemecke eine neue Sportanlage. Der alte Sportplatz war im Jahr 1945 durch biwakierende amerikanische Panzertruppen völlig zerstört worden. Da getrennte Flächen für einen Sportplatz und ein separates Festgelände benötigt wurden, musste das „Gesamtgelände Liemecke“ erheblich vergrößert werden. Eine Fläche von etwa 15.000 Quadratmetern wurde mit rund 8.500 Kubikmetern Sand aufgeschüttet und so um einen Meter angehoben. Hinzu kam eine 400-Meter-Rundlaufbahn. Dieses Gemeinschaftswerk von FSV Rot-Weiß und VfL 1889 Wolfhagen verursachte Gesamtkosten von 72.000 Mark. Die Stadt Wolfhagen beteiligte sich mit 46.000 Mark, und so konnte am 5. und 6. Juni 1954 mit einem vielschichtigen Festprogramm der neue Liemecke-Sportplatz eingeweiht werden.
In einer technisch hochstehenden Begegnung gegen die spielstarke Mannschaft aus Zennern konnte der FSV im Jahr 1949 den Aufstieg in die A-Klasse erkämpfen. In den Folgejahren galten die Aktivitäten auch dem ersten bevorstehenden Vereinsjubiläum: Am 5. und 6. August 1950 wurde das 25-jährige Bestehen gefeiert.
Unter dem 1. Vorsitzenden Heinrich Wagner war ein vielfältiges Festprogramm vorbereitet worden. Unsere Mannschaften aus Schülern, Jugend, 1. und 2. Senioren sowie Alte Herren begegneten sich im fairen Wettstreit mit Mannschaften aus Volkmarsen, Altenstädt, Hofgeismar und Grebenstein. An beiden Tagen Platzkonzerte auf dem Marktplatz, ein Festkommers im Zelt mit anschließendem Tanzabend rundeten das „Fünfundzwanzigjährige“ ab.

Sportlich ging es erfolgreich weiter. Im Spieljahr 1951/52 gelang als besonderer Höhepunkt der frühen Nachkriegsgeschichte der Sprung in die Bezirksklasse.

Die Erste Mannschaft 1950/51:

Hintere Reihe: E. Fornefett, H. Engelhardt, A. Schulz, G. Götte, H. Klapp, K. Schwedes, J. Träger, H. Wagner (v.l.n.r.); Mittlere Reihe: J. Hänel, K. Klenhardt, J. Kannwischer (v.l.n.r.); Vordere Reihe: H. Schwochow, R. Nonn, O. Daubner (v.l.n.r.)

Durch den arbeitsbedingten Weggang wichtiger Spieler konnte diese Klasse aber nur zwei Jahre gehalten werden.
In den folgenden zwanzig Jahren wechselte die „FSV-Erste“ wiederholt zwischen A- und B-Klasse, bis sich dann durch den erneuten A-Klassen-Aufstieg 1974 ein Leistungshoch stabilisierte - Dank des damals besonders erfolgreichen Trainers Konrad Kuhn aus Volkmarsen im Zusammenwirken mit dem 1997 allzu früh verstorbenen Spartenleiters Frieder Luckei. Sie waren im Spieljahr 1976/77 Garanten für den Aufstieg in die Bezirksliga.
"Die Schwelle zur zweiten Hälfte des Vereinsjahrhunderts verpflichtet uns, im besten sportlichen Sinne für eine erfolgreiche Zukunft zu wirken.“ Diese Forderung des 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Deiß am 50-jährigen Festkommers im Juni 1975 wurde in den Folgejahren im besonderen Maße umgesetzt. Der 50-jährigen Jubiläumsfeier mit einem sportlichen und geselligen Programm über sechs Tage - vom 17. bis 22. Juni 1975 - folgte im Spieljahr 1976/77 der Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Die Jugendabteilung bekam ebenfalls einen Aufschwung, wobei die Nachwuchsarbeit in der gesamten Vereinsgeschichte ihren besonderen Anteil und hohen Stellenwert hatte.
FSV-Initiative war es, im Herbst 1975 dem Magistrat der Stadt Wolfhagen hohe Eigenleistungen für einen Tribünen- und Umkleideneubau verbindlich zuzusagen und damit wesentliche Voraussetzungen für eine „neue Liemecke“ zu schaffen. Ab September 1976 haben rund siebzig FSV-Mitglieder 4.460 Arbeitsstunden geleistet. Davon allein das Spielausschussmitglied und fachkundiger Baupolier Willi Meers 545 als Motor in der praktischen Umsetzung dieses für unseren Verein „Jahrhundert-Bauwerkes“ - eine herausragende, unvergessliche ehrenamtliche Einzelleistung.

Die Jahre 1975 bis 1985 im Überblick

1975
Karl-Heinz Deiß wird in der Mitgliederversammlung am 23. Februar zum 1. Vorsitzenden gewählt; mit einer Satzungsänderung werden ihm zwei gleichberechtigte stellvertretende Vorsitzende - Herbert Finke und Reinhard Michl -zur Seite gestellt.
Herabsetzung des passiven Wahlalters von 21 auf 18 Jahre. 17. bis 22. Juni: Feierlichkeiten zum 50-jährigen FSV-Jubiläum mit Zeltbewirtschaftung auf dem Hartplatz. Kommersabend, Ansprachen, Ehrungen.
FSV-Ehrenvorsitzender Heinrich Schäfer erhält den Ehrenbrief des Landes Hessen. Die Erste Mannschaft gewinnt die erstmals ausgetragene, vom FSV hervorragend organisierte Fußball-Stadtmeisterschaft.

1976
Eine Spielserie hat die erste Mannschaft in der A-Klasse bereits gut überstanden. Dagegen wird das Hessenpokalspiel gegen Korbach 09 auf eigenem Platz mit 0:1 verloren.
Stadtmeisterschaft - es reicht „nur“ zum zweiten Platz. Fertigstellung der Flutlichtanlage auf dem Hartplatz, die Altherren-Abteilung engagiert sich mit hohen Eigenleistungen. Baubeginn des Tribünengebäudes - wiederum erbringt der FSV enorme Eigenleistungen.

1977
Nach nur zweijähriger Zugehörigkeit wird die Erste Mannschaft in der A-Klasse nach einem 3:1-Sieg in Süsterfeld im letzten Serienspiel Meister mit einem Punkt Vorsprung vor Heckershausen und steigt in die Bezirksliga auf. Reinhard Luckei und Klaus Simshäuser, der mit 26 erzielten Treffern Liga-Torschützenkönig wird, haben alle Spiele bestritten. Heinz Torwesten sowie Albert Clever beenden ihre Laufbahn. Trainer Konrad Kuhn verlässt nach fünf Jahren erfolgreicher Arbeit den Verein. Bürgermeister Otto Echl empfängt die Meisterspieler im Rathaus und überreicht jedem eine Gedenkmünze. Die A-Jugend wird Kreismeister und steigt in die Bezirksliga auf. Für die neue Spielserie wird erstmals eine dritte Mannschaft gemeldet, sie besteht ausschließlich aus Akteuren des Stadtteils Viesebeck. Nach Aufstellung einer E-Jugendmannschaft werden von der Jugendabteilung über 120 Nachwuchskicker betreut, damit nehmen jetzt fünf Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil.
Das „Tribünengebäude“, dessen Bau im September begonnen hatte, wird am 28. August durch Landrat Dr. Arnold in Anwesenheit der Sportreferentin der Hessischen Landesregierung und des Wolfhager Bürgermeisters Echl vor dem ersten Serienspiel der „Ersten“ gegen Unterrieden (3:1-Sieg) eingeweiht und freigegeben.
Der FSV hat 400 Mitglieder.

1978
Die erste Mannschaft gewinnt das Pfingstturnier in Oberelsungen. Nach Abschluss der Spielserie 1977/78 belegt die „Erste“ in der Bezirksliga den vierten Platz. Spielertrainer Wiesendorf wird Nachfolger von Trainer Grötecke. Der FSV erweitert sein sportliches Angebot mit einer Sportwoche, hier vom 3. bis 9. Juli. Das darin platzierte Turnier für Erste Seniorenmannschaften geht über die ganze Woche.
Die C-Jugend wird Kreismeister und erzielt dabei über 100 Tore. Bei den Spielen um die Bezirksmeisterschaft belegt sie einen hervorragenden dritten Platz. Leider steigt die A-Jugend aus der Bezirksliga ab. Zu Beginn der Punktspielrunde 1977/78 erscheint die erste Ausgabe des „Stadion-Kuriers“. Das erste Spiel der neuen Serie gewinnt die Erste Mannschaft auf eigenem Platz vor über 1.000 Zuschauern gegen Volkmarsen mit 4:0 Toren.
Die Arbeitsgemeinschaft Wolfhager Sportvereine (Sport-AG) veranstaltet die erste gemeinsame Festivität - den Sportlerball in der Wolfhager Stadthalle.

1979
Premiere: Karneval in der Wolfhager Stadthalle, eine Gemeinschaftsveranstaltung der Sport-AG. Reinhard Michl übernimmt den Vereinsvorsitz von Karl-Heinz Deiß, der auf Grund einer dienstlichen Versetzung nicht mehr kandidiert. Die erste Mannschaft schließt die Spielserie 1978/79 mit dem fünften Platz ab, belegt bei den Stadtmeisterschaften den zweiten Platz hinter dem TSV Istha, wird aber durch einen 5:0-Sieg gegen den TSV Elbenberg Kreispokalsieger.
Die C-Jugend wird erneut Kreismeister und nimmt am Bezirksentscheid teil. Auch die E-Jugend sichert sich den Kreismeistertitel.
Der FSV hat 466 Mitglieder - 131 Jugendliche und 335 Erwachsene.

1980
Mit einem vierten Platz endet die Spielserie 1979/80 für die Erste Mannschaft; der FSV nimmt in diesem Jahr nur mit der „Reserve“ an der Stadtmeisterschaft teil. Der FSV richtet im Juni das Kreissportfest aus. Die Mitgliederversammlung beschließt eine Beitragserhöhung für Erwachsene auf vier, für Jugendliche auf zwei Mark. Im August gewinnt die „Erste“ den Kreispokal durch einen 1:0-Erfolg über den SSV Sand. Torschütze: Bernhard Klapp. Spielertrainer Wiesendorf verändert sich beruflich Richtung Düsseldorf, sein Nachfolger wird Paul Hernold aus Hessisch Lichtenau. Im Dezember steht die Erste Mannschaft als „Herbstmeister“ vor dem TSV Hombressen an der Bezirksligaspitze. Die C-Jugend wird Kreismeister, gewinnt auch die Kreispokale auf dem Feld und in der Halle.
Die E-Jugend holt ebenfalls die Kreismeisterschaft und den Kreispokalsieg.
432 Mitglieder sind im Beitragsbuch des Kassierers notiert.

1981
Durch Satzungsänderung auf Beschluss der Mitgliederversammlung wird der Abteilungsleiter Fußball dem geschäftsführenden Vorstand zugeordnet. In der Bezirksliga hat Hombressen den längeren Atem und steigt in die Landesliga auf. Unsere „Erste“ belegt den vierten Platz und wechselt mit Beginn der neuen Saison in der Gruppe 1. Die D-Jugend wird Kreismeister, dagegen muss die B-Jugend aus der Bezirksliga absteigen.

1982
Ein sportlich erfolgreiches Jahr: Die Erste Mannschaft belegt den 1. Platz Pokalturnier in Immenhausen, den 1. Platz bei der Stadtmeisterschaft, den 1. Platz Sportwoche in Altenhasungen/Oelshausen und wird Kreispokalsieger (1:0-Sieg gegen Dörnberg). Sieg im ersten Spiel des Bezirkspokals gegen den ESV Ronshausen mit 3:0 Toren, in der zweiten Runde eine 1:3-Niederlage gegen den TuSpo Ziegenhain. Außerdem: Vier-Tage-Fahrt nach Kopenhagen
Die A-Jugend ist Gastgeber eines internationalen Turniers über die Osterfeiertage. Die A-Jugend aus Tergnier, französische Partnerstadt Wolfhagens, wird Turniersieger. Pfingsten: Gegenbesuch in Tergnier. Kreispokalsieger und Kreismeister, damit Aufstieg in die Bezirksliga. Die B-Jugend wird Kreispokalsieger und Kreismeister, die D-Jugend Kreismeister.
In der neuen Spielserie wird die Erste Mannschaft, sie spielt wieder wie früher in der Gruppe 2, von Spielertrainer Manfred Rauschenberg betreut.

1983
Die Mitgliederversammlung wählt Karl-Heinz Deiß erneut zum 1. Vorsitzenden, da Reinhard Michl und drei weitere Vorstandsmitglieder auf eigenen Wunsch nicht mehr kandidieren. Zum 70. Geburtstag des damaligen Ehrenvorsitzenden Heinrich Schäfer am 5. Juni lädt der FSV zu einem Empfang. Der Vorsitzende Karl-Heinz Deiß kann dazu prominente Gäste begrüßen, unter anderem Hessens Staatsminister Dr. Herbert Günther, MdB Rudi Walther, MdLs Hartmut Nassauer und Dr. Udo Schlitzberger, Kreisbeigeordneter Oswald Schröder, Bürgermeister Giselher Dietrich sowie Vertreter des Sports der Landes-, Bezirks- und Kreisebene. Sie alle würdigten die herausragenden ehrenamtlichen Aktivitäten und Leistungen von Jubilar Heinrich Schäfer im sportlichen sowie kommunalpolitischen Bereich.

1984
Zu Beginn der Spielserie entwickelt der Vorstand Maßnahmen zur Einsparung von Fahrtkosten und erreicht mit Spenden und freiwilligen Fahrten zu Auswärtsspielen (schwerpunktmäßig bei der „Ersten“ sowie der A-Jugend) einen spürbaren Rückgang der Ausgaben. Karl-Heinz Wolf vom KSV Hessen Kassel löst Manfred Rauschenberg als Spielertrainer ab. Im Juni unternehmen 1. und 2. Mannschaft mit ihren Frauen eine Fahrt ins Siegerland. Einen schönen Erfolg erreicht die A-Jugend mit dem Gruppensieg der Bezirksliga und qualifiziert sich damit für Entscheidungsspiele zur Bezirksmeisterschaft und zum Aufstieg in die Landesliga. Gegner ist der FSV Waldau. Während die erste Begegnung in Waldau noch 2:2 ausging, verliert die FSV-A-Jugend auf eigenem Platz unerwartet mit 2:5 Toren in der Verlängerung. Die A-Jugend entschädigt sich dafür mit dem Gesamtsieg im eigenen Turnier sowie dem Gewinn des „Eisenbach-Pokals“ des Fußballkreises Wolfhagen. Die B-Jugend trägt sich als Sieger des „Frank-Geschwind-Gedächtnisturniers“ ein.
Die C-Jugend macht wieder von ihrem Abonnement auf die Kreismeisterschaft Gebrauch und holt den Titel. In der FSV-Sportwoche gewinnt der SV Balhorn das Seniorenturnier. Sieger im Kleinfeld-Turnier wird diesmal das Team der Raiffeisenbank Wolfhagen.

1985
60 Jahre FSV Rot-Weiß Wolfhagen mit einem vielschichtigen Festprogramm vom 14. bis 17. Juni. Sportlicher Höhepunkt: Gastspiel der „Uwe-Seeler-Traditionself“ im Liemecke-Stadion gegen eine Auswahl des Fußballkreises Wolfhagen.

Beim Uns-Uwe-Team dabei unter anderem die Ex-Nationalspieler Wolfgang Overath, Jürgen Grabowski, Rainer Bonhof, Bernd Cullmann, Bernd Hölzenbein sowie Helmut und Erwin Kremers. In der Kreisauswahl war der FSV mit Klaus Büscher, Reinhard Luckei, Hansi Kulla, Frank und Karl-Heinz Seidel, Dieter Klapp, Jürgen Tiegs, Gert Zimmermann, Dieter Götte, Bernhard Klapp, Gerd Jakob und Ralf Pelitsch vertreten.
Über 1.200 Zuschauer sehen bei einem 9:1-Erfolg für die „Alt-Stars“ eine torreiche Partie, geleitet von unseren FSV-Schiedsrichtern Werner Schwedes sowie Hans-Friedrich Günther, zusammen mit Siegfried Wolf vom SV Balhorn.

Mit dem Übergang 1985/86 begannen sportlich im Seniorenbereich einige „magere“ Jahre - die Bezirksklasse konnte nicht mehr gehalten werden. Die erste Mannschaft hatte sich in der A-Klasse neu zu bewähren, Zeichen dieser Zeit waren aber auch eine deutlich nachlassende Bereitschaft, ehrenamtlich zu arbeiten.
Die FSV-Verantwortlichen waren zunehmend gefordert - und das hat sich bis in die heutigen Tage nicht geändert, in kleiner gewordenen Gruppen mit hohem persönlichen Einsatz alle Vereinsaufgaben zu bewältigen. Sehr engagiert mitgewirkt hat als 2. Vorsitzender Dieter Knackstedt, der im Mai 1987 allzufrüh mit 51 Jahren, mitten aus seinem Familien-, Berufs- und Vereinsleben herausgerissen, verstarb. Ebenfalls in jungen Jahren verlor der FSV den langjährigen und sehr erfolgreichen Trainer/Betreuer in der Jugendarbeit Walter Träger, der 42-Jährig nach schwerer Krankheit 1990 abberufen wurde. Wie auch 1998 der 47-Jährige Dietmar Quentin, ein pflichterfüllter „Mann für alles“ im Senioren-Spielausschuss.

In der Zeitfolge zurück Mitte bis Ende der 80er Jahre - damals zeigte sich auch, dass die bis dahin wesentlichen Einnahmequellen aus Mitgliederbeiträgen und Zuschauereinnahmen nicht mehr ausreichten, die Vereinsarbeit mit elf Mannschaften im Spielbetrieb zu finanzieren. Kreativität und besondere Aktivitäten im geschäftsführenden Vorstand wurden notwendig.

So entwickelte sich die heute noch bestehende Bandenwerbung im Stadion - Dank allen Beteiligten aus der Wolfhager Geschäftswelt - zu einer dringend notwendigen Finanzierungshilfe.
Auch Großveranstaltungen (Karneval, Granerberg-Fest usw.) in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft sporttreibender Vereine Wolfhagens (Sport-AG) - begonnen 1977 mit dem FSV, VfL und TFC, später kamen Schützengilde, Luftsportvereinigung, Motorsport-Club sowie Reit- und Fahrverein hinzu - halfen finanziell weiter. Trotzdem ließen es die weiterhin notwendigen Sparzwänge nicht zu, „fertige Spieler einzukaufen“. Dies war leider inzwischen auch schon in unseren Amateurklassen an der Tagesordnung.
Noch bis 1990/91 waren von fünfzehn Stammspielern unserer „Ersten“ zwölf „Eigengewächse“. Dies dokumentiert, dass im FSV die Nachwuchsarbeit immer ihren hohen Stellenwert behielt. Im Hessentagsjahr 1992 hat sich der FSV beim „Fest der Hessen“ vielfältig eingebracht. Er veranstaltete ein C-Jugend-Turnier mit Mannschaften aus zehn vorherigen Hessentagsstädten, richtete das Fußballturnier aller hessischen Landratsämter und weitere kickersportliche Begegnungen aus. Mit der Spielserie 1991/92 übernahm der in Wolfhagen als Jugendpfleger tätige Wolfgang Frey als Spielertrainer die sportliche Verantwortung. Seine klare Zielvorgabe: Wiederaufstieg in die Bezirksliga.

Dies gelang ihm in seinem zweiten Trainerjahr (1992/93) im Doppelpack: Die Erste stieg in die Bezirks-, die Zweite in die A-Liga auf.

Zu diesem Zeitpunkt wurde in der Jahreshauptversammlung eine Neuwahl des 1. Vorsitzenden erforderlich, da Karl-Heinz Deiß nach 14-jähriger Verantwortung an der FSV-Spitze nicht mehr kandidierte. Die Versammlung wählte ihn zum Ehrenvorsitzenden. Neuer 1. Vorsitzender wurde Otto Hippmann, langjähriger Jugend- sowie Senioren-Spartenleiter. Der sportliche Erfolg stabilisierte sich, die folgenden Bezirksligajahre wurden erfolgreich absolviert. Nach der Saison 1994/95 veränderte sich Trainer Wolfgang Frey, er übergab einen intakten Spielbetrieb im Seniorenbereich an Gert Zimmermann, einem langjährigen FSVer. Mit dem nötigen Zeitabstand zu seinen Jahren als aktiver Spieler im FSV wurde er nun Trainer für die restlichen 90er Jahre. In seinem dritten Jahr (1997/98) führte er eine spielstarke Mannschaft in die Bezirksoberliga. Diese Klasse konnte jedoch leider nur ein Jahr gehalten werden.

Gert Zimmermann wechselte auf eigenen Wunsch zum Ortsrivalen Altenhasungen/Oelshausen/Istha.
Als sein Nachfolger im FSV-Traineramt wirkt nun seit Beginn der Saison 1999/2000 Thomas Naumann, dem alle guten Wünsche für sportliche Erfolge im Übergang zum neuen Jahrtausend begleiten.
Auch im Amt des 1. Vorsitzenden gab es einen erneuten Wechsel: 1997 übernahm Werner Trümper den Vorsitz von Otto Hippmann, der aber weiterhin - seit Februar 1999 - als stellvertretender Vorsitzender zum Wohle und Nutzen des FSV wirkt.

Ein Rückblick auf 75 Jahre Vereinsgeschichte endet.
Es heißt nun, Gegenwart und Zukunft zu gestalten. Die besonderen Leistungen der Männer aus zwei Generationen - der Gründerzeit und nach dem völligen Zusammenbruch bei Kriegsende 1945 - verpflichten die nun Verantwortlichen, dieses Gemeinschaftswerk fortzuführen. Zu wünschen bleibt, dass dieser Einsatz von aktiver Mitarbeit, sportlichem Erfolg und harmonisch-fairem Miteinander begleitet wird.

KARL-HEINZ DEIß
-Ehrenvorsitzender -


1997 - 2010

Werner Trümper führte den Verein im Jahr des 75-jährigen Vereinsjubiläums, bei dem der FSV seinen Anhängern ein umfangreiches Programm präsentierte. 2001 übernahm Lothar Rasch für 2 Jahre die Vereinsführung. Die erste Seniorenmannschaft konnte sich in der Folgezeit bis 2003 in der Bezirksliga halten.

Im Jahr 2003 übernahm Werner Trümper wieder das Amt des ersten Vorsitzenden. Er konnte 2004 einen neuerlichen Abstieg, diesmal in die Kreisliga A, nicht verhindern. Ein weiterer Krisenherd tat sich im Jugendbereich auf, wo dem FSV über mehrere Jahre die A- und B-Juniorenmannschaften fehlen sollten. Diese Lücke konnte erst wieder im Jahre 2009 geschlossen werden.

Nach 2 Jahren Kreisliga A erfolgte ein weiterer Tiefpunkt. Im Jahr 2006 konnte der Abstieg in die Kreisliga B selbst durch einen Trainerwechsel (Peter Borchardt übernahm übergangsweise von Günter Klose) nicht mehr verhindert werden. Mit Jürgen Schmidt wurde ein Trainer verpflichtet um den sofortigen Wiederaufstieg zu realisieren. Das Unterfangen gelang, und der FSV stabilisierte sich in der Kreisliga A.

Im Jahr 2008 wurde Dietrich Hedrich zum ersten Vorsitzenden gewählt. Mit Wolfgang Frey konnte ein in Wolfhagen bestens bekannter und anerkannter Fußballfachmann als neuer Trainer für die Saison 2008 / 2009 gewonnen werden.

Als ersten Erfolg verbuchte der FSV am 13.08.2008 den Gewinn des Kreispokal. Mit Siegen in der weiteren Qualifikation gegen größtenteils höherklassige Vereine erreicht man als bisher größten Vereinserfolg das Achtelfinale im Hessenpokal gegen den Drittligisten Offenbacher Kickers.

Vor über 1.200 Zuschauern, einem enormen Aufgebot an Polizei, Sicherheitskräften und Platzordnern fand ein begeisterndes und perfekt organisiertes sportliches Großereignis im Wolfhager Liemecke-Stadion statt. Die 0:8 Niederlage des um sechs Klassen tieferen Heimvereins konnte dabei leicht verschmerzt werden. Goalgetter und „Oldie“ Rüdiger Koch brachte es im Pokalwettbewerb auf beachtliche 14 Treffer.

In der gleichen Saison konnte auch der Aufstieg in die neu geschaffene Kreisoberliga (löste die Bezirksliga ab) geschafft werden. Die Mannschaft schlug sich in der Saison 2009 / 2010 äußerst beachtlich und war zwischenzeitlich einem Relegationsplatz sehr nahe.

Die zweite Mannschaft konnte sich ebenfalls um eine Spielklasse, in die Kreisliga B, verbessern und auch die Klasse halten.

Zur Saison 2009 / 2010 konnte unter Udo Rogler als Trainer endlich wieder eine A-Junioren-Mannschaft in den Spielbetrieb geschickt werden.

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